Rubrik: Presse - TVG Pulheim und die Medien

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Presse: Projekt Frechener Stadttauben


Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 215, Dienstag 14. September 2004.
Abschrift: Trudi Straeten

"Anzeige der Tierschützer"

Frechen - Der Pulheimer Verein "Menschen für Tierrechte" hat bei der Staatsanwaltschaft in Köln Strafanzeige gegen die Stadt Frechen gestellt. Der Verein, der sich zwei Jahre lang um den Taubenschlag auf dem Dach des Parkhauses an der Josefstraße gekümmert hat, beschuldigt die Stadt der Tierquälerei. Außerdem erhebt Vereinsvorsitzender Gerd Straeten den Vorwurf des "verbotswidrigen Aussetzens von Tieren". Das Taubenhaus war im Juli geschlossen worden, nachdem der Werksausschuss das bisherige Konzept für gescheitert erklärt hatte. Indem den Tauben Nistplätze und Futter auf dem Parkdeck angeboten wurden, sollte sich deren Anzahl verringern. Doch das Gegenteil sei der Fall gewesen. Dies war nicht nur die Einschätzung von städtischen Mitarbeitern, sondern auch die von Ladenbesitzern in der Fußgängerzone. Auch Kreisveterinär Dr. Claus Callenberg hatte die Schließung befürwortet. Deshalb warte die Stadt jetzt "gelassen" ab, ob das Verfahren überhaupt eröffnet werde, sagt Stadtsprecher Thorsten Friedmann. (ub)

Leserbrief der TVG Pulheim hierzu:

Ihr Artikel: Anzeige der Tierschützer
Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 215, Dienstag 14. September 2004

NICHT "indem den Tauben Nistplätze und Futter angeboten wurden sollte sich die Anzahl verringern", sondern durch den Gelegeaustausch in den angebotenen Nistplätzen, der ausschließlich durch die kontrollierte Fütterung an dem hierfür zentralen Platz von uns durchgeführt wurde, soll sich die Anzahl der Tiere verringern!

Wir waren anfangs selbst erstaunt über das sehr hohe Tauben-Aufkommen, weil wir nicht darüber informiert waren, daß sich in der Nähe zwei Taubenzüchter befinden. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet!

Ein zweites Taubenhaus wurde von der Stadt genehmigt, wir haben es gemeinsam ausgesucht und angeblich wurde es von der Stadt in Auftrag gegeben. Wie wir bei Nachfrage erfahren mußten, wurde es jedoch nie bestellt. Durch das Angebot weiterer Nistplätze hätten wir die doppelte Menge Eier durch Plastikeier ersetzen und somit weitere Wildbrüterei verhindern können.

Wer sich über die wahren Hintergründe informieren und uns unterstützen möchte, besucht unsere HP-Seite www.tvg-pulheim.de


Kölner Rundschau vom 23.07.2004:

"Heimatlose Flieger", Von WOLFGANG MRZIGLOD

07:19 Uhr. FRECHEN. Als „skandalös und bundesweit ohne Beispiel“ bezeichnete Gerd Straeten, Vorsitzender des Vereins „Tierversuchsgegner Pulheim“, die Tatsache, dass gestern gegen 14 Uhr städtische Mitarbeiter auf dem obersten Deck des Parkhauses Josefstraße anrückten, um die Einfluglöcher am Taubenhaus zu verschließen. Damit wurde der Beschluss des Werksausschusses vom 22. April umgesetzt, wonach alle bisherigen Maßnahmen wie Fütterung und Gelegeaustausch zu stoppen seien.

Seit gestern sind die Frechener Stadttauben wieder heimatlos, müssen sich neue Nester und Nistgelegenheiten suchen, müssen sehen, wo sie ihre Nahrung herbekommen. Rund 800 bis 1.000 Tauben flogen regelmäßig das Taubenhaus an, um sich um die Nistplätze oder das ausgelegte Futter zu balgen. „Wir haben bis zum Schluss die Eier ausgetauscht, alle zwei Tage bis zu 15 Kilo Kot entfernt“, so Straeten. Die Tiere werden nach seiner Ansicht nun wieder die Innenstadt bevölkern und verunreinigen.

Die Stadt hatte das Taubenhaus zum einen geschlossen, weil es nach Ansicht von Kreisveterinär Dr. Claus Callenberg eine gesundheitliche Gefahr darstelle, so Brigitte Sturm für die Verwaltung. Zum anderen war die Massierung der Tauben den Anwohnern nicht mehr zuzumuten. Im September steht das Thema wieder im Umweltausschuss zur Diskussion an. Dann geht es auch darum, ob die Stadt an anderer Stelle zwei Taubenhäuser errichten wird. Nach geeigneten Standorten wird noch gesucht. (KR)


Kölner Stadtanzeiger vom 23.07.2004:

"Tauben werden vor die Tür gesetzt", Von UTA BÖKER

Frechen - Die Einfluglöcher sind ratzfatz mit Brettern verrammelt. Da machen die Mitarbeiter des städtischen Servicebetriebes nicht viel Federlesen. Der Akkuschrauber tut sein Übriges. Dass die Tauben jetzt nicht mehr in ihr Zuhause auf dem Dach des Parkhaus können, lässt sie ziemlich kalt. In Scharen lassen sie sich stattdessen gleich gegenüber auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses nieder. Weniger abgebrüht sind die Mitglieder des Pulheimer Vereins „Menschen für Tierrechte“, die sich ehrenamtlich um die Betreuung des Taubenschlages gekümmert haben. Sie wollen nicht hinnehmen, dass die Tauben vor die Tür gesetzt werden und überlegen, Anzeige zu erstatten.

Viele Beschwerden

Seit September 2002 fanden die gefiederten Plagegeister in einem Taubenhaus auf dem Parkhaus an der Josefstraße Futter und Nistplätze. Gestern wurde das Taubenhaus geschlossen, nachdem der Werksauschuss das Konzept im April 2004 für gescheitert erklärt hatte. Ziel war es, die Tauben von anderen Häusern, Straßen und Plätzen fern zu halten und ihre Anzahl zu verringern. „Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Brigitte Sturm vom städtischen Planungsamt. Nicht nur die unmittelbaren Anwohner fühlten sich gestört. Auch Eiscafé-Besitzer und andere Geschäftsinhaber in der nahe gelegenen Fußgängerzone beschwerten sich immer wieder bei der Stadtverwaltung: Tauben vergraulten die Gäste durch ihre übel riechenden und ätzenden Hinterlassenschaften auf Tischen und Bänken. Vor allem aufgrund der Zunahme der Klagen geht Sturm davon aus: „Die Population ist gewachsen.“

Gerd Straeten vom Verein „Menschen für Tierrechte“ ist da anderer Meinung. Ehrenamtliche Helfer hätten in den vergangenen zwei Jahren 1600 Taubeneier durch Kunststoffeier ersetzt. „Der Nachwuchs an Stadttauben wurde so verhindert.“ Der Taubenschlag habe dafür gesorgt, dass die Anzahl der Tauben von 1.000 auf 600 gesunken sei. Aus seiner Sicht hätte noch ein zweiter Taubenschlag errichtet werden müssen, um mehr als die bisherigen 120 Nistplätze anbieten zu können. Straeten prognostiziert jetzt eine Verelendung der Tiere und die Verschmutzung der Innenstadt: Alle zwei Tage hätten seine Helfer 15 Kilogramm Kot aus dem Taubenhaus geholt, der jetzt auf der Straße landen werde. Jeden Tag habe der Verein 35 Kilogramm Mais und Gerste im Wert von jährlich 10.000 Euro verfüttert. Erst in diesem Jahr beteiligte sich die Stadt mit einem Zuschuss von 2.300 Euro. Dafür wurde die Stadt aber an anderer Stelle zur Kasse gebeten: Für 15.000 Euro ließ sie das Parkhaus komplett vergittern, um den Dreck der Tauben und das Nisten der Tiere in den Parkdecks zu verhindern.

Kreisveterinär Dr. Claus Callenberg befürwortet die Schließung des Hauses. Er hat „erhebliche Bedenken“, mit dieser reichhaltigen Fütterung die Anzahl der Tauben zu reduzieren. Die Futterstelle locke andere Tiere erst recht an. Zusätzliche Maßnahmen wie die „Taubenpille“ und die Mitarbeit von Bürgern, die verlassene Gelege ausräumen, seien versäumt worden.

Der Werksausschuss will in seiner nächsten Sitzung am 9. September ein neues Konzept beraten. Die Stadtverwaltung hält bis dahin Ausschau nach eventuellen neuen Standorten für Taubenhäuser und nach ehrenamtlichen Helfern. Bleibt zu hoffen, dass bis dahin nicht die von abgerichteten Falken vertriebenen Tauben aus Düsseldorf hier in Frechen gelandet sind. (KStA)



Skandalös und bundesweit einmalig

20.07.04: ACHTUNG! - TERMINÄNDERUNG!

Presse-Foto-Termin: Donnerstag, 22. Juli 2004 um 14.00 Uhr
Oberes Parkdeck (Parkdeck 8), Parkhaus Josefstraße in Frechen

PRESSEMITTEILUNG

Skandalös und bundesweit einmalig:
Stadt Frechen schließt wirksamen Taubenschlag
Menschen für Tierrechte fordern sofortige Lösung

Trotz wochenlanger intensiver Bemühungen der Tierversuchsgegner Pulheim e.V. - MENSCHEN FÜR TIERRECHTE um den Erhalt des gut funktionierenden Taubenschlages zur Regulierung der Stadttaubenpopulation wird dieser rigoros am 22. Juli geschlossen. Die Menschen für Tierrechte Pulheim sowie ihr Dachverband, der Bundesverband Menschen für Tierrechte, sehen darin eklatante Verstöße gegen das Grundgesetz sowie gegen das Tierschutzgesetz und fordern seitens der Stadt Frechen eine sofortige Lösung im Sinne des Tierschutzes.

Seit Errichten des Taubenschlages, der durch die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. - MENSCHEN FÜR TIERRECHTE initiiert und betreut wurde, konnten im Schlag mehr als 1000 Taubeneier durch Kunststoffeier ausgetauscht und somit dieser Nachwuchs an Stadttauben verhindert werden. Bisher ist es bundesweit einmalig, dass so ein bestehender, wirksamer Taubenschlag unter Mitwirkung staatlicher Behörden geschlossen wird. Nach Ansicht der Tierrechtler wird damit gegen die nach dem Grundgesetz unerlässliche Fürsorge und Betreuung für Tiere verstoßen und das Staatsziel Tierschutz missachtet.

„Es ist staatlich gestütztes Aussetzen von Tieren, wenn unsere Stadttauben, die den Status von Haustieren haben und standorttreu sind, erst mühevoll an den Taubenschlag gebunden und dann vor die Tür gesetzt werden“, empört sich Gerd Straeten, Vorsitzender der Pulheimer Menschen für Tierrechte, und betont „Wir werden Anzeige erstatten!“

Auch der Bundesverband Menschen für Tierrechte, dessen Vorsitzender Rechtsanwalt und Kommentator des Tierschutzgesetzes ist, sieht im Schließen des Schlages durch die Stadt Frechen ein verbotswidriges Aussetzen von Tieren und unterstützt die Anzeige seines Mitgliedsvereins. Schließlich sei es so, dass nach dem Tierschutzgesetz (§ 16a) eine erhebliche Vernachlässigung von Tieren zu anderweitiger Unterbringung verpflichte. So wandte sich jetzt der Bundesverband mit einem Schreiben an die zuständige Behörde - das Kreisveterinäramt - und forderte die Verpflichtung zu sofortigem Handeln ein.

Zudem setzen die Tierrechtler stark auf das Agieren der FDP. Vertreter hatten den Tierrechtlern in einem konstruktiven Gespräch zugesichert, eine Eingabe auf Fortführung des Schlages in den Stadtrat einzubringen, aber auch einen nah gelegenen anderen Standort festzumachen, so dass die Tauben umgesiedelt werden könnten. Gerd Straeten abschließend:“ Heute werden die Tiere ausgesperrt, daher muss jetzt Hilfe kommen, sonst verelenden diese Tauben und die Probleme mit ihnen verlagern sich wieder in die Innenstadt Fußgängerzone.“

Kontakt: Tierversuchsgegner Pulheim - MENSCHEN FÜR TIERRECHTE e.V.
Gerd Straeten, Tel.: 0 22 34 - 8 12 84

Tierversuchsgegner Pulheim e.V.
MENSCHEN FÜR TIERRECHTE
Bernhardstr. 62
D-50259 Pulheim-Brauweiler
Redakteurin TIER-INFO: Trudi Straeten
Vorsitzender: Gerd Straeten
sowie Mitglied im Internet(z)werk für Tiere/ IfT Deutschland
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HP: www.tvg-pulheim.de
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Spendenkonto: KSK Köln
Nr.: 015 600 1487 BLZ: 370 502 99

Im Taubenhaus lockt kein Futter mehr, Kölner Stadtanzeiger 05.05.2004
Verwaltung sieht das Projekt mit Skepsis - Wieder mehr Klagen über Verschmutzung. Tierschützer glauben hingegen an den Erfolg und fürchten, dass die Vögel in die Innenstadt zurückkehren. VON DORIS RICHTER Frechen

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Taubenhaus in Brand gesteckt, Kölner Stadtanzeiger 18.02.2003
Unbekannte sind auf das Dach des Frechener Parkhauses geklettert und haben im Taubenhaus ein Feuer gelegt. VON UTA BÖKER Frechen


Infos: Brandanschlag auf das Taubenhaus

Mitte Dezember konnten wir über die qualifizierte Hilfe beim Umgang mit Stadttauben in Frechen berichten. Ein Taubenhaus wurde in gemeinsamer Arbeit mit den Stadtbehörden, dem Jugenddorf Frechen und Tierschützern auf dem Parkhaus an der Josefstrasse erstellt. Nicht so, wie es leider oft geschieht, sollten Tiere einfach getötet werden, wenn sie den Bürgern nicht mehr in allen Belangen behagen."

Es gibt auch naturnahe Möglichkeiten, Tiere nicht überhand nehmen zu lassen, sondern tiergerecht einzuschränken," so Gerd Straeten, vom Verein Menschen für Tierrechte, Pulheim. "Das war auch der gemeinsame Grund mit den Frechener Stadtbehörden das Taubenhausprojekt anzugehen." Seit August kümmern sich ehrenamtliche Mitglieder des Vereins für Tierrechte täglich um die Betreuung, die Fütterung, den Austausch der Gelege, die Reinigung des Taubenhauses und der Umgebung und die Auslese kranker Tiere. Schon im Dezember äußerte sich Bürgermeister Hans-Willi Meier nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Tierrechtsvereins sehr erfreut über den Fortschritt im Taubenhausprojekt und zeigte sich von dem großen ehrenamtlichen Engagement beeindruckt.

In sehr kurzer Zeit konnten die Anzahl Stadttauben um 100 Vögel gesenkt werden. Das war möglich durch anderweitige Unterbringung auswärts. Natürlich entstand der falsche visuelle Eindruck, es gebe eine stetige Zunahme an Stadttauben in Frechen, weil sie sich nun konzentriert nur an diesem einen Standort beim Parkhaus an der Josefstrasse einfanden. Dies war aber gerade die Absicht. Nur diese Einschränkung und die Fütterung ermöglichte die genaue Kontrolle über ihre Nester im Taubenhaus, den kontinuierlichen Austausch der Bruteier durch Gipseier, und die Aussonderung kranker Vögel. Es ist bekannt, dass auch in anderen Städten wie Aachen dieses Konzept der Taubenhäuser erfolgreich verlaufen und mittelfristig zu einem massiven Taubenrückgang führte. Augsburg erstelle sogar acht Taubenhäuser, weiß Gerd Straeten.

Es war an der Zeit, wieder einmal Zwischenbilanz zu ziehen, da geschah das Unerwartete. In der Nacht vom 11. zum 12. und vom 12. zum 13. Februar wurden zwei Brandanschläge auf das Taubenhaus verübt. Das ist ein großer Schaden für die Stadt und für die engagierten Tierschützer. Umso dringender erachten es der Bürgermeister und die Tierschützer, die Anwohnerinnen und Anwohner des Parkhauses über das Projekt und über die Absichten aufzuklären und sie um Verständnis und Unterstützung zu bitten. Das Taubenhaus wird auf Dauer nur Gewinner und Vorteile bringen. So freut s ich Gerd Straeten gerade jetzt über den Erfolg seiner Arbeit, dass schon 200 Bruteier ausgetauscht werden konnten und dass damit die Anzahl Tauben künftig stark zurückgehen wird, ohne dass die Tauben sich weiter vermehren werden."

"Das lässt sich sehen," freut sich auch Bürgermeister Hans-Willi Meier. "Ziel ist es, gemeinsam und abgestimmt mit dem Verein für einen Rückgang der Stadttauben auf eine artgerechte Weise zu sorgen. Davon rücken wir nicht ab!"


"Gitter sollen vor Tauben schützen", Kölner Stadtanzeiger 17.01.2003
Autos im Frechener Parkhaus stets verdreckt - Aktion kostet 15.000 Euro. Um den Dreck von Tauben und das Nisten der Tiere zu verhindern, vergittert die Stadt das Parkhaus Josefstraße. VON DORIS RICHTER Frechen

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Nicht mit Züchtern gerechnet

LESERBRIEFE Nicht mit Züchtern gerechnet
Zu: "Gitter sollen vor Tauben schützen" vom 17. Januar
Kölner Stadtanzeiger 23.01.2003

Der Taubenkot wirkt genauso ätzend auf den Lack von Autos wie das Streusalz im Winter. Wenn es erst nach vielen Wochen abgewaschen wird, hinterlässt es natürlich Spuren, denn die Sonneneinwirkung lässt Salz und Taubenkot einbrennen. Wer sein Auto regelmäßig reinigt, wird keine ätzende Stellen im Lack feststellen. Die Aussage von Dr. Claus Callenberg "Die Anzahl der Tauben richtet sich nach dem Angebot. Je besser es ihnen geht, umso mehr Nachkommen haben sie" ist falsch! Stadttauben sind Haustiere, vergleichbar mit streunenden Katzen, die nicht nach Futterangebot mehr Junge als üblich zur Welt bringen. Selbstverständlich zieht das ausgestreute Futter auch die Tauben aus der Umgebung an. Dies ist Ziel unserer Aktion, damit wir kontrolliert den Eieraustausch vornehmen können. Allerdings hatten wir nicht mit Taubenzüchtern in der näheren Umgebung gerechnet, die uns unsere Aufgabe erschweren. Diesen Leuten sollten unsere Stadtväter und Amtsveterinäre hohe Auflagen machen oder möglichst ihre Zucht verbieten! Im Sinne und für die Rechte der Tiere!

Trudi Straeten, Tierversuchsgegner Pulheim


Mal ganz privat: Schreiben einer Tierfreundin zu dem  Artikel:  Nicht mit Züchtern gerechnet

Hervorragend! Das hat die Zeitung tatsächlich gebracht? Na, der Herr Dr. wird erfreut sein. - Nur, es ist leider die Wahrheit. Auch ich habe schon viele Tauben mit Ringen gefüttert - aber die kamen wahrscheinlich von weit her, und sie sind hier hängen geblieben. Die Züchter haben allerdings nach Frau Roster kein Interesse mehr an ihnen. Sind keine Leistungsträger! So einfach ist das.

Liebe Grüße Ines


Antwort von Trudi:

"Keine Leistungsträger"! Das ist richtig, liebe Ines. Die Tauben werden von den Züchtern viele Kilometer weit weg transportiert. Getrennt von ihren Partnern und Kindern fliegen sie ungeachtet ihrer Bedürfnisse (Hunger, Durst, Erschöpfung) tagelang durch Wind und Wetter, weil sie so schnell als möglich zu ihren Lieben zurück wollen. Gewitter, starke Winde oder Hitze hindern sie oftmals pünktlich zu ihrem Schlag zurück zu finden. Kommen sie nur einen Tag später als vom Züchter ausgerechnet zum Schlag zurück, landen sie gnadenlos im Suppentopf! Viele Tauben finden überhaupt nicht mehr zurück. So entstand die so genannte "Stadttaubenplage".

Die Züchter haben uns und vor allem den Tieren das Problem eingebrockt, fühlen sich jedoch nicht verantwortlich. Niemand zieht sie zur Rechenschaft. Vergiftungsaktionen; was besseres fällt unseren Stadtvätern nicht ein! Obwohl dies laut Tierschutzgesetz verboten ist! Verbrämungsmaßnahmen sind wirkungslos.

Zucht- und Haustauben, die so genannten Stadttauben brühten das ganze Jahr über. Je mehr von ihnen getötet werden, um so mehr brühten sie. Sie bauen ihre Nester sogar hinter Verbrämungen wie z.B. Spikes, wenn sie keine andere Möglichkeit vorfinden. Auch auf die Gefahr hin, dass sie sich verletzen oder wie wir im Parkhaus Frechen, Josefstraße, erleben, in den Spikes umkommen. Fotos können bei mir angefordert werden. Der Hass auf die bedauernswerten, unschuldigen Geschöpfe ist grenzenlos. Das erleben wir leider tagtäglich. Die einzig wirkungsvolle Maßnahme zur Dezimierung von Tauben ist der Austausch von Nestgelege.

Allerdings kostet das Zeit und immer auch Geld. Unsere Stadtväter würden besser das vergeudete Geld zur Verbrämung (Spikes, Vergitterungen etc.) für gezielte Fütterungs- und Gelegeaustauschaktionen einsetzen und den Taubenzüchtern die Zucht verbieten. Die Anbringung von Abwehrmaßnahmen an Gebäuden ist sehr kostenintensiv und führt zu einer Verlagerung des Problems, nicht aber zu einer Lösung. Die Wahl der Mittel muss immer im Einklang mit dem Tierschutz stehen und sollte Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen. (Tierschutzgesetz § 13 Abs. 1: Es ist verboten, zum Fangen, Fernhalten oder Verscheuchen von Wirbeltieren Vorrichtungen oder Stoffe anzubringen oder anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Leiden oder Schäden für Wirbeltiere verbunden sind...)

Vielleicht interessiert es Euch, wie die Stadt CAGNES-SUR-MER im Departement Alpes Maritimes/Frankreich auf die so genannte "Taubenplage" reagiert: mit Sterilisation!

Taubenkastration, die, so unwirklich das klingt, sehr erfolgreich ist. Ihr werdet erstaunt sein, aber das funktioniert bestens. Nizza und benachbarte Städte haben bereits Interesse angemeldet. Die grausamen Vergasungsaktionen sind nämlich viel teuerer als die Sterilisationen. In Nizza betrifft es etwa 1'000'000 Tiere im Jahr! Außerdem muss die Tötungsprozedur jährlich wiederholt werden, da ständig neue Tauben nachrücken. Bis von Venedig, wie man an der Beringung festgestellt hat. Die sterilisierten Tauben jedoch, bleiben als Platzhalter. Die Population verringert sich langsam, aber ständig. Kastriert werden nur die männlichen Tiere (der Eingriff ist leichter und heilt schnell!) und mit einer bestimmten Beringung versehen. Die weiblichen erhalten gleichfalls eine Beringung und werden danach sofort wieder freigelassen. Die Ergebnisse aus Cagnes-sur-Mer können sich schon jetzt sehen lassen. Leider hat man sich bei uns noch nicht mit dem Thema befasst. Viele Stadtväter stellen sich sogar gegen den Eieraustausch in Taubenschlägen und bedenken nicht, dass ihre tierfeindlichen Maßnahmen langfristig längst nicht so erfolgreich aber dafür um so kostenträchtiger sind.

Herzliche Grüße
Trudi


Zahl der Tauben sank deutlich, Kölner Stadtanzeiger 16.12.2002
Frechen - Eine positive Bilanz zog Frechens Bürgermeister Hans-Willi Meier nach einem Treffen mit Gerd Straeten, Vorsitzender des Vereins...


OFFENES HAUS, Kölner Stadtanzeiger 28.08.2002
Noch sitzen die Tauben auf den umliegenden Hausdächern - ob sie das Treiben auf dem Dach des Parkhauses Josefstraße misstrauisch beobachten, ...


Lauern im neuen Nest Nesträuber? Kölner Stadtanzeiger 22.08.2002
Auf dem Parkhaus Josefstraße soll bald ein Taubenhaus stehen. Doch genau dort lagen am Dienstag fünf getötete Tauben. VON SEBASTIAN JOST Frechen


Taubenschlag gegen die Fortpflanzung. Kölner Stadtanzeiger 25.09.2001
Tischler-Lehrlinge des Jugenddorfes engagierten sich für den Tierschutz. Jedem seine Chance - dieses Motto des Berufsbildungswerks Frechen des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland (CJD) galt auch beim Tag der offenen Tür. VON OLIVER LASKOWSKY Frechen - Die 300 Lehrlinge des Werks nutzten ihre...


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