Rubrik: TVG Pulheim - Projekte und Aktionen

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Katzenschutz und Katzenhilfe!

Ständiger Kampf gegen die Not der Tiere

Notfälle gibt es bei uns leider das ganze Jahr über. Neben einigen älteren Katzen suchen auch öfters Katzenbabys ein liebevolles Zuhause.


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Meine Katzen und ich, Margit Cleve (2)

Jetzt gehe ich erst einmal mit Euch in das Ausland!

Für Viele von Euch die ungeliebten, kranken und verseuchten Vierbeiner. Vor allen Dingen für die meisten Veterinäre (aus meiner Sicht: mangels Weiterbildung). Aber wenn Ihr einmal dort wart (Portugal und Spanien) und dieses Elend und die Hoffnungslosigkeit der Tiere (Katze/Hund/Esel, egal) mit eigenen Augen gesehen habt, werdet ihr eventuell anders denken, auch über mich. Dazu muss ich sagen: das kleine afrikanische Land Tunesien ist darin Vorbild, im Gegensatz zu den mit (unseren) EU-Geldern zugeschütteten Touri-Ländern Portugal und Spanien. Ganz zu Schweigen von Italien, Griechenland oder unsere neuesten Ostmitglieder.

In Tunesien wird von den Hotelketten und größeren Hotels dafür gesorgt, dass alle Katzen und Hunde kastriert werden und es sind Futterplätze und Hütten eingerichtet worden. Die Tiere werden regelmäßig von Veterinären kontrolliert. Ich wollte es nicht glauben - aber viele meiner Bekannten und Freundinnen, welche z.T. regelmäßig dorthin Fliegen, bestätigen es mir immer aufs Neue. Aber es ist halt ein moslemisches Land und im Islam sind Katzen etwas Besonderes und werden geachtet (leider lediglich Katzen). Von den Hunden ein anderes Mal.

"Wir haben selbst genug arme Tiere hier in Deutschland!". Das ist richtig, aber meist doch wohl durch Selbstüberschätzung, Prestigedenken und Verantwortungslosigkeit - man sieht es ja wohl auch bei den Kindern, wenn sie Probleme machen oder mal eben bei einer Scheidung oder anderen prekären Problemen, welche meist aus dem Unvermögen der Erziehung resultieren. Sie werden abgeschoben, oder es werden mal eben "Nannis" ins Haus geholt um die eigenen Fehler – medienträchtig – von anderen aus zu bügeln zu lassen.

Tiere und Kinder heißt: Verantwortung übernehmen. Kinder stehen irgendwann auf eigenen Beinen und verlassen das Haus - Tiere bleiben für immer bis an ihren Tod und das kann bis zu 20 Jahre daueren. Ein Tier, von Anfang an auf sich alleine gestellt, wird mit dem Überleben fertig - aber wenn es sich einmal in Obhut des Menschen befindet, ist es verloren wenn es später mal eben vor die Türe gesetzt wird.

Die meisten Tierärzte sind gegen diese"Ausländer". Aber selten war jemand in den Tötungsstationen und kennt die traurigen Blicke (die Tiere wissen schon ganz genau, worum es da geht - wie in den Schlachthöfen). Und unsereins weiß nicht, wem von denen man nun das weitere Leben schenken darf. Wir, mein Mann und ich, haben oft genug "lieber Gott" gespielt. Spielen müssen!

Dieses Leid und stilles Flehen in den Augen der Tiere (egal ob Katze/Hund/Esel) kann man nicht beschreiben - wenn du entscheiden musst, wem du neues Leben schenken darfst. Diese Situationen nahmen uns immer sehr mit! Mit Tränen in den Augen... Das bleibt nicht in den Klamotten hängen.

Ich – wir - sehen noch die von Jahren verzweifelten Gesichter, als wenn sie es ahnten, dass sie in den nächsten Tagen ihre Todesspritze bekommen würden. Du gehst durch Dutzende und Aberdutzende von Katzen und Hunden und du fühlst dich zum Kotzen denn nur ein oder zwei "Hände voll Tier" kannst du mitnehmen. Du kannst dir nur leister, ein- oder zweimal im Jahr dorthin zu reisen. Du versuchst, billig zu wohnen, billig zu essen, ein Leihwagen muss leider sein, egal wo, wenn man so exquisite „Ferienziele“ in Angriff nimmt.

Touristen besuchen Kirchen, Dome, Erlebnisparks, oder einfach Badestrände, wir kennen dafür so ziemlich jedes Tierheim oder Tierasyl in diesen Touristenhochburgen und das, was dazwischen liegt. Wenn Du einige Tiere aussuchst, weißt du, die Anderen sind dem Elend oder Tode geweiht. Dann findest Du den Tierschutz in Deutschland nicht mehr so „beschissen“.

Die letzten zehn Jahre haben mein Mann Wolfgang und ich versucht, etwas zu ändern. Es ist ein kleines Tröpfchen über einem tätigen Vulkan in diesen Ländern. In den bei Deutschen so beliebten Touristenhochburgen Portugal und Spanien waren wir im Frühjahr und im Herbst 3–4 Wochen (andere sagen dazu Urlaub), für uns waren es frustrierende, traurige mit Leid erfüllte Wochen. Also schlechthin der reinste Horror.

Wir sind immer mit Tierfutter gefülltem Kofferraum los gefahren um Diesem oder Jenem Tierheim/Asyl etwas aus der Klemme zu helfen (Stichwort: Urlaubsgeld).

Frühmorgens Fallen aufstellen und eingefangene Kater/Katzen kastrieren lassen, gegen Parasiten und Anderes (Pfeile aus Armbrüste, Luftgewehrbolzen, Angelhaken oder Ähnliches) behandeln oder operieren zu lassen. Da wir meist nur eine Falle hatten, sind wir bis zu dreimal am Tage zum Veterinär gefahren, meist war der preislich Günstigste sehr weit von unserem Standort entfernt. Da die Preise auch hier relativ hoch sind (nicht ganz so wie hier), war auch hier bald "Schluss mit Lustig" (Urlaubskasse).

Wir haben meist bei Bekannten günstig gewohnt (nicht in Portugal). Durften dafür in deren Abwesenheit (auch die wollten mal in Urlaub) auf deren 25 Katzen aufpassen und füttern und deren altersschwachen Zweitwagen benutzen. Oder wir haben bei einer Tierschützerin (Eleonore Gonzales) umsonst gewohnt und durften deren antiken, riesigen Kastenwagen (ex Postwerkstatt-Wagen) benutzen. Es war sehr erhebend, mit diesem Geschoss mal eben bei Lidl vorzufahren zum Einkaufen (ohne Lenkhilfe u.s.w.).

Diese Fahrten fanden meist auch noch in der heißesten Zeit statt, da die Falle(n) über Nacht gefüllt war(en) und wir uns dann auf den Weg (30 km) zum Veterinär gemacht haben (die fangen selten früh morgens an), ließen die Tiere dort für den nächsten Tag und fuhren dann mit der/den Fallen zurück, um noch mal unser Glück zu versuchen, was dann auch meisten klappte. Da der Vorteil: die Veterinäre hatten abends länger offen.

Ich hatte oft Angst, wenn wir trächtige Katzen zum Vet "zum Ausräumen" brachten, ob sie diesen Schock überstanden. Ich kam mir jedes Mal wie ein Mörder vor und war furchtbar traurig, aber um die Population klein zu halten, musste der Eingriff erfolgen, andernfalls hätte die Kommune mit dem eisernen Besen gekehrt. Wir haben dies an den öffentlichen Strandabschnitten von Althea bei Calpe kennen gelernt, immer der erhobene Zeigefinger: wenn nicht dann...! Meist lag es nur an den Leuten, welche irgendwelche verfallenen Hütten dort hatten, welche in der Saison zu Minirestaurants erwachten und dadurch die Katzen magisch anzog aber außerhalb der Zeit sich niemand um die Objekte kümmerte. Die Methode dort ist: Giftköder auslegen.

Hotelbesitzer, Bürgermeister oder andere Institutionen haben zwar versprochen, die Ideen, welche wir Tierschützer hatten, um das Elend der Tiere in den Griff zu bekommen, wurden aber trotzdem eher belächelt (kennen wir ja auch von Deutschland). Da es medienwirksamere Sachen gab, als unsere Hilferufe umzusetzen (ist ja auch eine Sache der öffentlichen Mittel).

Wenn Kinder unter den Augen der Polizei mit Katzenwelpen Fußball spielen, wo soll das Mitgefühl der Menschen herkommen? Aber was soll das - in Deutschland passieren ja auch ähnliche Sachen. Vieles dort unten ist auch noch bedingt durch die Mentalität, siehe Stierkampf o.ä.

Margit Cleve, Teil 2 - 12.12.04

Katzenfoto: "Sesselsammlung"

Foto oben: "Sesselsammlung" Dieses Bild als Postkarte

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Finanzierung

Finanzielle Unterstützung erhalten wir weder von der Stadt noch vom Landschaftsverband. Trotz vieler Aufrufe fließen Geld- und Futterspenden sehr spärlich. Auch der Versuch, Patenschaften zu vergeben, gelingt nur zögernd. Aus diesem Grunde sind wir dringend auf Spenden von Tierfreunden angewiesen.

Bitte senden Sie Ihre Spende auf das
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BLZ: 370 502 99
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Stichwort "Hilfe für Parkkatzen"

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Vielen Dank im Voraus für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung. Die hungrigen Tiere brauchen unsere Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Trudi Straeten


Linktipps:


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Infos TIER-INFO/Tierversuchsgegner Pulheim: Die Rubrik "Tiervermittlungen - Notfälle" ist inzwischen sehr zeitintensiv und arbeitsaufwendig geworden, so dass wir uns dazu entschlossen haben, ein separates Forum einzurichten. Herzlichen Dank dafür an unser sehr aktives Mitglied Helmut Rentsch.

Obwohl nicht alle zu vermittelten Tiere, sondern ausschließlich Notfälle in unserem TI-Newsletter aufgenommen werden können, beansprucht diese Rubrik inzwischen die Hälfte des Raumes unserer TIERschutz-INFOrmationen. Wir würden uns freuen, wenn das neue "Informationsforum für Tiervermittlungen" ebenso intensiv genutzt würde. Da dort nun auch Fotos unserer Schützlinge veröffentlicht werden können, sind wir zuversichtlich, dass das Forum noch erfolgreicher werden wird.

Vorausgesetzt, dass alle mithelfen, den Link auf ihren HP-Seiten bekanntzumachen und fleißig genutzt wird. Bitte auch die Erfolge der vermittelten Tiere dort veröffentlichen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und danken für die Unterstützung. Gerd und Trudi, Tierversuchsgegner Pulheim e.V., MENSCHEN FÜR TIERRECHTE. Link

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