Rubrik: Geschichten aus dem Tierparadies?

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Geschichten "Aus dem Tierparadies?"
Gastbeiträge

Gabriele Menzel: Rehkitz

Die Rehmutter

Mutter Reh schaut nach ihrem Kind.
Ach die Zeit verging geschwind.
Im Mai erst geboren, im Felde gut versteckt;
Hat eben erst die Welt entdeckt;
Schon hat sie es verloren!

Auf der Lichtung fanden sie, oftmals Leckerbissen.
Der, der sie dort ausgelegt,
Hat er kein Gewissen?
Mit Schüssen aus dem Hinterhalt,
Jagte er euch beide.
Schneidend fuhr das kalte Blei,
In die Eingeweide.

Rings um dich her nur Blütenpracht,
In deinen Todesstunden.
Nach der Flucht in dunkler Nacht,
Vor dem Jäger und den Hunden.
So fand ich dich, mein Kind. An dem Ort wo du geboren.
Ach die Zeit verging geschwind.
Schon hab ich dich verloren!

Mutter Reh. So flieh doch. Noch ist Zeit!
Dein Kind mag seufzen auch und weinen.
Läufst du nicht fort ganz schnell und weit,
So wird der Tod euch bald vereinen!

Die Angst ist groß. Es klopft ihr Herz.
Doch Liebe hält sie fest gebunden.
Erlebt des Kindes Todesschmerz...
Der Jäger naht mit seinen Hunden!
Sie stubst ihr Kind. Steh auf! Steh auf!
Wir müssen flüchten jetzt!
Da kommt auch schon der erste Hund herangehetzt...

Text und Bild: Gabriele Menzel


Ein Schwede findet sein Glück in Good Old Germany
(bei WDR 4 hat Yellow 2002 damit den 2. Preis gewonnen)

Hallo Freunde von WDR 4, mein Name ist Yellow: ich heiße nicht nur so, sondern sehe auch so aus. Ich bin ein gold-gelber Ansgari Scottish – Terrier. Beheimatet war ich von meiner Geburt (08.12.1997) an in Schweden. Meine Hundemama Birgit Norman schickte mich im August 1998 auf eine große Reise. Diese ging nach Old Germany. Damals war ich im zarten Alter von acht Monaten. Eine junge Frau, die selbst Züchterin meiner Rasse war, nahm mich, meine Schwester und meinen Bruder mit auf ein sehr großes Schiff.

Die Welt ist ja unglaublich groß, Ihr glaubt es nicht, aber meine Kulleraugen bekamen viel zu sehen. So viel Wasser, Himmel und Menschen! Damals strotzte ich vor Neugierde, diese Welt zu entdecken, doch leider sollte es noch sehr lange dauern, bis meine Geschwister und ich ein schönes Zuhause finden sollten. In Deutschland angekommen, verbrachten wir drei (von August 1998 bis 27. Januar 1999) in einer Gästetoilette. Meine Schwester hatte das große Glück, als erste in eine gute Familie zu kommen, dann wurde ich und später mein Bruder Silver vermittelt.

Unsere damalige Unterbringung war nicht so toll, wir bekamen keine Kuscheldecke und auch nichts zum Spielen; wie sehr hätten wir das gebraucht! Doch diese Menschen waren sehr mit ihren eigenen Hunden (Züchter von Westies und Scotties) beschäftigt. Sie befürchteten, dass wir nicht im Stande seien, gut miteinander auszukommen. Darum wurden wir unter Quarantäne (Gästetoilette) gestellt. Ich kann Euch sagen: Menschen sind oftmals sooo dumm und unsensibel!

Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, jemals ein schönes Zuhause zu finden. Aber dann, eines Tages im Januar 1999 kamen zwei junge, liebe Menschen und öffneten die WC-Tür, um mich - ja mich Yellow - aus meinem „Gefängnis“ zu holen. Sie schienen sehr traurig zu sein; bald sollte ich erfahren warum: Kurz zuvor hatten diese beiden Menschen ihren alles Geliebten Tommy verloren, einen kleinen Westhighland White-Terrier. Tommy wurde nur sieben Jahre alt. Nun standen diese beiden vor mir und zum ersten Mal nach sooo langer Zeit schenkten sie mir ganz viel Aufmerksamkeit und ganz viel Liebe. Ich erfuhr, wie schön es sein kann, für jemanden wieder wichtig zu sein!

Zunächst bekam ich eine tolle Dusche. So lange musste ich darauf verzichten, mein Fell war sooo stumpf und im Anschluss gab es ein Festmahl, bestehend aus Gemüse, gekochtem Herz und Kartoffeln. Danach ging es hinaus in „Mutter Natur“ auf eine große, grüne Wiese und ich konnte nach Herzenslust laufen und springen. Mein junges Hundeleben, inzwischen 13 Monate, bekam eine tolle Wendung. Die Sonne ging für mich auf, der „liebe Gott“ hatte mich reich belohnt.

Endlich hatte ich eine eigene Familie, da gab es eine Oma und Hundeeltern für mich ganz alleine. Ach, kann das Leben herrlich sein! Meine Ängste, die ich während meiner Quarantäne aufgebaut hatte, verloren mit der Zeit ihre bösen Schatten. Beim Tierarzt unterzog man mich einer gründlichen Untersuchung und Impfung, ich gewann sogar an Gewicht. Meine Rippen, die zu sehen waren, verschwanden. Mein eigenes Körbchen mit weicher Decke und großem Kissen ist mein ganzer Hundestolz. Ich lernte Treppensteigen, im Auto mit zu fahren und nicht mehr eingesperrt zu sein. Meinen Menschen danke ich es auf meine Hundeart, indem ich mit dem Kopf an ihre Brust reibe, falls diese einmal aus dem Gleichgewicht kommen.

Mein „Hundedaddy“ Hardy muss immer meine Leckerchen (Wurst, Käse etc.) vorkosten, sonst esse ich es nicht - habe schließlich auch meine Erfahrungen gemacht, aber Hardy stört meine Marotte nicht (…solange er nicht auch noch mein Chappi probieren muss). Für mich stellt er sich als Vorkoster gern zu Verfügung, ist ja auch schließlich eine Ehre! Meine „Hundemama“ Heike ist für meine Pflege, die ich besonders genieße, zuständig. Ich lasse mich doch so gern bürsten und dabei fällt auch viel Zeit für eine ausgiebige Schmusestunde ab. Zudem liebe ich es, mit meinen Bällchen zu spielen: Jeden Tag ein Match, so lasse ich es mir gern gefallen. Meine menschliche „Hundeoma“ ist im Oktober 1999 leider in die geistige Welt gegangen. Ich vermisse sie so sehr, aber vielleicht wollte sie mir einen Lebensplatz einräumen, weil sie glaubte, ich brauche ihn dringender – ist ja auch so! Danke Oma, ich werde nun auf Hardy und Heike aufpassen! Dafür verspreche ich Dir, Deine Gedenkstätte auf meine spezielle Yellow Art, zu gießen – Du weißt schon…

Übrigens finde ich es bemerkenswert, dass Ihr Menschen endlich zu einer positiven Entscheidung - nämlich dass Tierschutz im Grundgesetz zu integrieren – gekommen seid. So wird vielen Artgenossen und anderen Kollegen hoffentlich viel Leid erspart. Ich wünsche, dass alle Tiere so glücklich sein dürfen, wie ich es inzwischen (mit meinen 7 Jahren) bin! Für mich hat sich die weite Reise wirklich gelohnt! Vergesst bitte nie, auch Tiere haben eine Seele und auch diese ist sehr verletzlich.

Meine Menschenfreunde verwöhnen mich auch viel mit eigener Musik. Bei Veranstaltungen meiner Hundeeltern, die Zusammen ein Musikduo (Duo Charaktère) bilden, bin ich immer mit von der Partie, darum wird auch viel WDR 4 gehört bei uns daheim. Mein Lieblingslied heißt „Mein strahlender Stern“, dass meine Hundemama für Ihren Tommy geschrieben hat, den sie bestimmt nie vergessen wird. Vielleicht schreibt sie ja irgendwann auch mal ein Lied für mich…

Schlager liebe ich besonders, da kann ich mich so richtig entspannen. So, nun schließe ich meine Zeilen in der Hoffnung, noch viel gute Musik von Euch zu hören. Frohe Ostern wünsche ich Euch allen. Verzichtet bitte auf den Hasenbraten, danke!
Viele Grüße, auch an alle Tier- und Menschenhörer von WDR 4

Euer alter Schwede Yellow, wau, wau!

Text: Heike Karwatzki, Essen


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