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Parkkatzen im Abteipark - News Oktober 2004

Die Tigerin: Kurzes, trauriges Wiedersehen mit Minki vom Abtei-Park

Im Park der berühmten Benediktiner-Abtei, in Pulheim-Brauweiler, betreuen die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. - Menschen für Tierrechte seit Herbst 1983 freilebende Katzen. Es werden dringend Sponsoren und Spender gesucht!


Foto: Minki ist wieder aufgetaucht


29. Oktober 2004

Patenschafts-Info Oktober 2004

Hallo, Ihr Lieben,

heute habe ich für Euch eine sehr traurige Nachricht: Eine Dame vom Landschaftsverband rief an und informierte Gerd davon, dass sie am "Pavillon" vor einiger Zeit bereits einen Fütterungsplatz eingerichtet habe. Dort kämen fast regelmäßig drei Katzen zum Essen. Eine Tigerin sei scheinbar trächtig. Wir sollen sie doch mal in Augenschein nehmen. Ich war zunächst sehr wütend. Schließlich bemühe ich mich stets darum, jeden Neuankömmling im Abtei-Park sofort einzufangen, um ihn tierärztlich versorgen und unfruchtbar machen zu lassen. Seit vielen Jahren gab es somit keine Katzenbabys mehr im Park. Von einer Fütterungsstelle am Pavillon hatte ich keine Ahnung. Kein Wunder, dass ich manche "meiner Park-Katzen" wochen- und monatelang nicht sehe.

Zwar habe ich grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand eine der Park-Katzen aufnehmen und gut versorgen würde, aber ich muss und will es wissen. Wenn eine Katze dem Fütterungsplatz fernbleibt mache ich mir jedesmal Sorgen, laufe durch den Park, rufe nach ihr und lausche, und warte auf klägliches Miauen als Antwort. Die schlimmsten Bilder laufen vor meinem inneren Auge ab: Wurde sie versehendlich eingesperrt und muss elendig verhungern? Ist sie misshandelt oder angeschossen worden und somit verletzt? Sie liegt womöglich in der Nähe und kann nicht mehr gehen? All´ diese Gedanken quälen mich bei meiner Suche, bis ich nach wochenlangem Suchen resigniert aufgebe...

Zuerst fuhr Gerd alleine zum Pavillon und ließ sich den Platz zeigen. Nach seiner Rückkehr erzählte er mir sehr begeistert, wie schön die Angestellten des Landschaftsverbandes dort den Katzen eine "Wohnecke" eingerichtet haben. Seine Begeisterung darüber konnte ich nicht im Geringsten teilen. Schließlich hätte man mich früher von diesem Platz informieren müssen und nicht erst jetzt, da er offensichtlich bereits große Probleme bringt. Dann meinte er, dass die Tigerin schon sehr alt sei und wohl kaum trächtig sein könne. "Das Bauchfell hängt bei ihr runter, wie damals bei unserer alten Pussy", sagte er "sie scheint schon alt zu sein". Am Nachmittag fuhr ich mit Gerd gemeinsam zum so genannten Pavillon.

Fotos: Tierfreunde gaben sich Mühe, Minki ein geschütztes Plätzchen zu richten

 

Ich musste ihm Recht geben. Da hatten sich Tierfreunde wirklich große Mühe gegeben, einer herrenlosen Katze ein gemütliches Plätzchen herzurichten. Ein großzügig überdachter Platz mit Windfang zu beiden Seiten. In einem als Schlafplatz hergerichteten Karton lag die "Tigerin". Links neben dem Schlafplatz ein Trockenfutter-Spender, ein Schälchen mit frischem Katzenfutter und ein Schälchen mit Wasser.

Als die Tigerin uns bemerkte erhob sie sich von ihrem Schlafplatz und kam mir auf wackeligen Beinchen kläglich miauend entgegen. Immer wieder setzte sie sich hin. Jeder Schritt schien ihr schwer zu fallen. Das Bauchfell hing schlaff an ihr herunter und schaukelte beim Gehen hin und her. Ein trauriger Anblick. "Nein, trächtig ist sie nicht, aber sehr krank", war mein erster Eindruck. An dem weißen, zur Brust hin spitz zulaufenden Lätzchen erkannte ich Minki, die ich 1984 bereits zur Kastration und tierärztlichen Versorgung eingefangen und - wie alle Kätzinnen - drei Tage in unserer Wohnung zur Nachbetreuung versorgt hatte.

Noch bis vor einigen Jahren hat sie tagtäglich meinen Fütterungsplatz an der Kirche aufgesucht. Dann blieb sie von einem Tag zum anderen plötzlich verschwunden. Später sah ich sie manchmal alleine oder gemeinsam mit Blacky über die Wiese in Richtung Fütterungsplatz kommen. Sie wartete dann zwischen den Sträuchern, bis ich den Platz verließ. Doch nun hatte ich sie wieder längere Zeit nicht gesehen. Bei dem heutigen Wiedersehen konnte ich mich nicht so recht freuen.

Foto: Minki ging es sehr schlecht

Ihr Anblick versetzte mir einen Stich mitten ins Herz. Offensichtlich konnte sie das Wasser nicht halten, denn das Fell an den Hinterbeinchen und am Bauch sowie der Schlafplatz waren von stinkendem Urin durchnässt. Es war sehr leicht , Minki in den Transportkorb zu bringen. Anschließend fuhren wir mit ihr zum Tierarzt nach Freimersdorf.

Der Befund laut Röntgenaufnahmen und Aussage des Tierarztes überraschte mich nicht: Ein Tumor im Brustkorb und eine große Wasseransammlung im gesamten Bauchraum. Vor einer möglichen Operation hätte zuvor das Wasser abgesaugt bzw. punktiert werden müssen. Dies sei äußerst schmerzhaft für das Tier. Ob ein derart betagtes Tier die ganze Prozedur der Operation überstehen wird? Von Metastasen, die sich eventuell im Körper ausgebreitet haben können, ganz abgesehen. Auf unsere Frage, was der Tierarzt tun würde, wenn es seine Katze wäre, erhielten wir die logische Antwort: "Sie von ihren Leiden erlösen!"

Die kleine Tigerin Minki ist nun über die Regenbogenbrücke gegangen. Trotz Trauer um sie habe ich das gute Gefühl, dass sie viele Jahre von tierfreundlichen Menschen viel Liebe empfangen hat und gut betreut und versorgt wurde. Dafür danke ich diesen Menschen sehr herzlich. Es wäre schön, wenn es viel mehr solcher Menschen geben würde, die sich um diese armen und hilflosen Geschöpfe kümmern.

Um die Tierarztrechnung begleichen und weiter arbeiten zu können sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Bitte überlegen Sie, ob Sie ein paar Euro erübrigen können. Informationen zum Spendenkonto

Wir und die Tiere danken Ihnen.

Trudi Straeten

PS: Hier können Sie mehr über Minki und ihre Geschichte lesen: "Minki, die clevere Katzenmutter" auf der Seite www.abteipark.de.vu


Linktipps:


Linktipp: Informationsforum für Tiervermittlung

Infos TIER-INFO/Tierversuchsgegner Pulheim: Die Rubrik "Tiervermittlungen - Notfälle" ist inzwischen sehr zeitintensiv und arbeitsaufwendig geworden, so dass wir uns dazu entschlossen haben, ein separates Forum einzurichten. Herzlichen Dank dafür an unser sehr aktives Mitglied Helmut Rentsch.

Obwohl nicht alle zu vermittelten Tiere, sondern ausschließlich Notfälle in unserem TI-Newsletter aufgenommen werden können, beansprucht diese Rubrik inzwischen die Hälfte des Raumes unserer TIERschutz-INFOrmationen. Wir würden uns freuen, wenn das neue "Informationsforum für Tiervermittlungen" ebenso intensiv genutzt würde. Da dort nun auch Fotos unserer Schützlinge veröffentlicht werden können, sind wir zuversichtlich, dass das Forum noch erfolgreicher werden wird.

Vorausgesetzt, dass alle mithelfen, den Link auf ihren HP-Seiten bekanntzumachen und fleißig genutzt wird. Bitte auch die Erfolge der vermittelten Tiere dort veröffentlichen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und danken für die Unterstützung. Gerd und Trudi, Tierversuchsgegner Pulheim e.V., MENSCHEN FÜR TIERRECHTE. Link

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